Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit  (Voluntariado) im Circulo Infantil Oruga

 

Sind Sie interessiert neue Erfahrungen in Ihrer freien Zeit zu sammeln und dabei Lehrerinnen in Zentralamerika im Schulbereich zu unterstützen? Ein Freiwilligeneinsatz erlaubt Ihnen, andere Leute und Kulturen kennen zu lernen und eine unschätzbare Erfahrung zu machen, die Ihr Leben positiv beeinflussen wird. Entscheiden Sie sich, in San Pedro Sula, Honduras im Circulo Infantil Oruga als Freiwillige spannende Projekte durchzuführen und einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Schulbildung zu leisten.

 

Der Circulo Infantil Oruga ist noch immer im Aufbau begriffen und wir benötigen Unterstützung von europäischen Pädagogen. Haben Sie Lust für 2 oder 3 Monate nach Honduras zu kommen, um Ihre Erfahrung und Ihr pädagogisches Wissen an unseren Schulen auf der Vorschul- und Primarschulstufe einzubringen?

 

Unsere Bedürfnisse:

Es ist unser Interesse die Schulen in europäischem Sinne zu führen und die Lehrpläne und modernen Unterrichtsmethoden aus Europa einzuführen, um die Schulbildung und somit die Zukunftsaussichten der jungen Honduranerinnen und Honduraner zu verbessern.

Unser Lehrpersonal hat an lokalen pädagogischen Universitäten studiert und alle sind Lehrerinnen mit abgeschlossenem Universitätsstudium. Sie sind bereit Neues zu lernen um die Qualität ihrer beruflichen Tätigkeit zu erhöhen. Wir suchen deshalb ausgebildete Lehrpersonen und Kindergärtnerinnen, die gewillt sind die einheimischen Lehrpersonen unentgeltlich weiter zu bilden.

 

Ihre Tätigkeiten:

Wir erwarten von den Freiwilligen, dass sie unser Lehrpersonal in folgenden Bereichen schulen, fördern und weiterbilden:

  • Gebrauch und Einsatz von didaktischen Materialien auf Vorschul- und Primarschulstufe
  • Lehrmethoden für Mathematik in Vor- und Primarschule
  • Erstellen von didaktischen Unterlagen
  • Erstellen von Lehrplänen
  • Arbeitsmethodik
  • Techniken für Basteln und Gestalten
  • Durchführen von Work Shops für Malen und Zeichnen
  • Durchführen von Work Shops für Singen und Musik
  • Durchführen von Work Shops für Theater und Tanz/Ausdruck
  • Geschichten erzählen
  • Sprachtherapien
  • Persönlichkeitsentwicklung

 

Ihre Fähigkeiten:

  • Gute Sprachkenntnisse in Spanisch und Englisch
  • Ausbildung auf pädagogischem Gebiet, ev. in Sonderpädagogik
  • Erfahrung im Unterrichten von Kindergarten- oder Schulklassen
  • Angenehme und offene Erscheinung
  • Sie sollten 2 bis 3 Monate Zeit haben.
  • Unabhängigkeit, Neugier und Eigeninitiative
  • Gute Gesundheit
  • Bereitwilligkeit, eine neue Kultur kennenzulernen
  • Anpassungsfähigkeit

 

Wir bieten:

  • Freie Unterkunft in unserem Gästehaus
  • Unterstützung und Begleitung bei den Tätigkeiten

 

Zu beachten:

  • Von Mitte November bis Ende Januar sind die grossen Ferien in Honduras

 

Wenn Sie unser Angebot anspricht, senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen mit Foto und Lebenslauf an: Frau Sandra Quiroz de Eggenbrger, E-Mail: sandraquiroz@europaschule.eu

Erfahrungsbericht aus dem Circulo Infantil Oruga von Barbara Bangerter, Kindergärtnerin und Maltherapeutin

 

Ich arbeitete vom August bis November 2010 im Circulo Infantil Oruga und empfand die Zeit als sehr positiv und lehrreich.

Die Kinder waren von Anfang an herzlich und offen. Zu vielen habe ich schnell Kontakt gefunden und sie haben mich als Lehrperson akzeptiert.

Die Klassensituationen sind zum Teil nicht einfach. Es hat viele Kinder in einer Klasse und die Zustände erschienen mir zum Teil etwas chaotisch.

Vielen Kindern fällt es schwer, stillzusitzen und zuzuhören. Zudem gibt es in einigen Klassen recht viele Aggressionen und Kinder, welche sehr viel Aufmerksamkeit brauchen.

Ich habe den Lehrpersonen vorgeschlagen, während meiner Anwesenheit, vermehrt im Halbklassenunterricht zu unterrichten. Ich arbeitete mit der halben Klasse und die Lehrkraft mit der anderen Hälfte und nach einer gewissen Zeit gab es einen Wechsel. Mit dieser Form hatten wir viel mehr Zeit für einzelne Kinder und deren Förderung.


Mir ist aufgefallen, dass viele Kinder in der motorischen und sprachlichen Entwicklung grosse Defizite aufweisen. Manche Kinder weisen auch grosse Entwicklungsverzögerungen auf, die sicher auf die zum Teil sehr schwierigen familiären Verhältnisse zurückzuführen sind.

Ich habe versucht viele Inputs einzubringen und ich habe auch mit Kleingruppen ausserhalb des Klassenzimmers maltherapeutisch gearbeitet.


Oft wird frontal unterrichtet. Viele Kinder sind jedoch sehr unaufmerksam und verpassen so vieles. Ich habe Sandra Quiroz den Werkstatt Unterricht / Wochenplan vorgestellt und sie will versuchen, diese Form des ganzheitlichen Unterrichtens ab neuem Schuljahr einzubringen.

Auch wäre es für viele Kinder sinnvoll, wenn vermehrt in Kleingruppen oder mit Gruppenarbeiten gearbeitet würde. So könnten Defizite in der Sozialkompetenz angegangen oder aufgefangen werden.


Für die Lehrpersonen habe ich verschiedene Sitzungen angeboten, in denen ich Ideen aus meiner Arbeit als Pädagogin weitergab: z. B. Geburtstagsrituale, Spielideen, Präsentationen / Einführungen von Materialien und Themen, Entwicklung der Kinderzeichnung, Farbenlehre und auch Eindrücke aus meiner Arbeit als Maltherapeutin.


Ich finde es super, wie eng die Lehrkräfte mit den Eltern zusammenarbeiten. Probleme werden angesprochen und Lösungen gesucht. Schade, dass es in Honduras sehr wenige Speziallehrkräfte gibt, oder diese sehr teuer sind. Diese könnten vielen Kindern eine grosse Hilfe sein. Es wäre eine grosse Unterstützung, wenn in den Klassen einige Male pro Woche eine zusätzliche Lehrperson anwesend wäre, um in der Gruppe zu unterstützen oder Kinder einzeln zu fördern.


Schön, gibt es immer wieder Veranstaltungen für Eltern und Kinder. Dies fördert den Zusammenhalt und lässt Platz zum Austausch. Auch lässt es Gross und Klein vielleicht für einen Moment Sorgen und Probleme vergessen. Es war wunderschön in diesen Momenten viele strahlende Kinderaugen zu sehen.


Im Kindergarten spürte ich die Akzeptanz der Eltern und der Lehrpersonen. Nach anfänglicher Zurückhaltung seitens der Lehrkräfte entstand eine gute Zusammenarbeit.


Ich habe den Circulo Infantil Oruga mit einem sehr guten Gefühl verlassen.

Ich konnte viel einbringen, aber auch für mich sehr vieles lernen.

Ich lernte interessante Menschen kennen und konnte viel über ihre Lebensweise und Kultur erfahren und ihre Herzlichkeit spüren.


6. November 2010       Barbara Bangerter